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Zigarren

Zigarren sind nicht nur ein beliebtes Mitbringsel aus der Dominikanischen Republik, sondern eines der wichtigsten Exportprodukte. Aufgrund des US-Embargos gegen Kuba wird ein erheblicher Teil der Zigarren-Produktion des Landes in die Vereinigten Staaten geliefert. Die edlen Tabakwaren sind also ein echter Wirtschaftsfaktor.

Dominikanische Sorten

Rund 400 Premium-Tabakmarken haben ihren Ursprung mittlerweile in dem Karibikstaat, der auch in dieser Hinsicht Kuba der Rang abgelaufen hat. Hauptanbaugebiet für Einlege- und Decktabake ist das Valle del Cibao im Nordwesten der Dominikanischen Republik. Auf einer Tallänge von mehr als 200 Kilometern finden sich hier die bedeutendsten Tabakplantagen des Landes. „Piloto Cubano“, „Olor Dominicano“ und „San Vicente“ heißen die wichtigsten dort angebauten Tabaksorten.

Markenzeichen des Olor Dominicano, der von der Insel selbst stammt, ist sein mildes Aroma und eine leichte Süße. Dagegen hat der Piloto Cubano seinen Ursprung auf Kuba und ist gekennzeichnet durch einen besonders hohen Nikotingehalt und einen intensiven Geschmack. Der San Vicente ist eine mildere Variante des Piloto Cubano. Viele Zigarren aus der Domrep bestechen heute durch ihren milden, aber sehr aromatischen Geschmack.

Ein halbes Jahrhundert Zigarrenherstellung

Verhältnismäßig spät – in den 1970er-Jahren – begann die Zigarrenproduktion in der Dominikanischen Republik im großen Stil. Exil-Kubaner hatten einen erheblichen Anteil am Aufbau dieses speziellen, auf traditionellem Know-how basierenden Handwerks. Pioniere waren Unternehmen wie Menéndez y García, Fuente und Quesada. Noch vor Nicaragua und Kuba hat sich die Domrep zum wichtigsten Herkunftsgebiet für hochwertige, handgemachte Zigarren entwickelt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft die Rauchware direkt in dominikanischen Zigarrenfabriken. Im Straßenhandel werden zu häufig gefälschte Edelmarken angeboten.

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