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Wirtschaft

Die Wirtschaft der Dominikanischen Republik ruht auf vier Hauptsäulen: Landwirtschaft, Bergbau, Tourismus und den Freihandelszonen. Die Dominikanische Republik ist Rohstoff-Lieferant: Für den Export baut man Eisen, Gold und Silber ab. Auch die Landwirtschaft mit dem Anbau von Zuckerrohr spielt eine wichtige Rolle. Außerdem werden Kaffee, Kakao, Fleisch, Früchte und Gemüse exportiert. Die Viehwirtschaft beschränkt sich auf die Zucht von Rindern und Schweinen. Im ehemals holzreichen Land sank der Waldanteil auf 13 Prozent der Landesfläche. Heute versucht man, die Wälder wieder aufzuforsten. Seit einigen Jahren boomt der Tourismus. Er ist heute die Hauptindustrie der Dominikanischen Republik und der wichtigste Devisenbringer. Der Fremdenverkehr wächst jährlich um rund 5 Prozent an, teilweise sogar darüber hinaus. Immerhin bietet die Dominikanische Republik mit ca. 44.000 Zimmern die meisten Betten aller Reiseziele der Karibik an.

Der Handel der Republik ist traditionell sehr stark auf die USA ausgerichtet. Die Vereinigten Staaten gewähren gleichzeitig Wirtschaftshilfen in großem Umfang, dadurch übt das Land einen starken politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die Dominikanische Republik aus. Ein Gegengewicht dazu bildet die seit einigen Jahren zunehmende Hinwendung zu den karibischen Nachbarstaaten. Dies zeigte sich 1998 in einem Freihandelsabkommen mit der CARICOM, die einen Zusammenschluss von vierzehn karibischen Staaten zu einem gemeinsamen Markt darstellt. Durch die hohen Touristenzahlen aus Europa ist als dritter wirtschaftlicher Pfeiler die EU von zunehmender Bedeutung für den Staat, was sich insbesondere in entwicklungspolitischen Projekten der Europäischen Union ausdrückt.

Der Regierung ist es gelungen, die wirtschaftliche Lage des Landes zu stabilisieren. Sehr hohe Wachstumsraten lassen die Dominikanische Republik den ersten Platz unter den lateinamerikanischen Staaten einnehmen. Eine relativ niedrige Inflationsrate, ein Rückgang der Auslandsverschuldung und zunehmende Privatisierungen sind Zeichen für eine wirtschaftliche Genesung. Der Tourismus, Transferzahlungen von im Ausland arbeitenden Staatsangehörigen und Gewinne aus Freihandelszonen sind die wichtigsten Einnahmequellen des Staates. Insbesondere die Telekommunikation, Serviceleistungen und der Bausektor zeigen positive Tendenzen, wohingegen der Bergbau und die Landwirtschaft in ihrer Bedeutung abnehmen. Dementsprechend stellen die Dienstleistungen einen Anteil von 57% des Bruttoinlandsprodukts, die Industrie 25% und die Landwirtschaft 18%. Wichtigste Importgüter sind Rohöl und Erdölprodukte, Industriegüter, Maschinen, Fahrzeuge und Nahrungsmittel, wichtigste Exportgüter sind Nickel, Zucker und Melasse sowie Kaffee und Kakao. Knapp die Hälfte der Exporte gehen in die USA, es folgen Belgien, Haiti, Südkorea, Kanada und Japan. Aus den USA stammt fast die Hälfte der Importgüter, die die Dominikanische Republik einführt. Auch Venezuela und Mexiko haben starke Marktanteile am Importvolumen. Die Exporte aus der EU haben sich in der zurückliegenden Dekade verdoppelt, die Importe verdreifacht. Insbesondere die Investitionen im Tourismusbereich werden fast ausschließlich aus Mitteln von EU-Ländern bestritten. Die Landwirtschaft nutzt über zwei Drittel der Gesamtfläche des Staates, wobei die Hälfte der Anbauflächen in der Hand weniger Grundbesitzer oder in Staatsbesitz ist. Die wichtigsten Häfen sind an der Südküste Santo Domingo, Río Haina und La Romana, an der Nordküste Puerto Plata. Drei internationale Flughäfen befinden sich im Land: Santo Domingo, Puerto Plata und Punta Cana.

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