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Umgang

Vorab: Wir sind in der Dominikanischen Republik nur Gäste und die Menschen dort sind nicht unsere Sklaven. Das Personal in den Hotels bzw. im Land sollte man deshalb freundlich behandeln, denn sie haben es meistens auch verdient. Tagesgrüße sollten nicht nur aus einem dahergeredeten Hola bestehen, denn wenn ein Kellner dies 500 mal am Tag hört, dann muss er doch am Abend einen an der Waffel haben. Ich fand es auch nicht so toll, wenn einige Touris jeden Tag mit einem laut von sich gebenden Hola den Speisesaal betraten, sodass ich zusammenzuckte und mir die Suppe vom Löffel fiel. Daher empfehle ich jedem, die Grüße: Buenos Dias (Morgen) Buenos Tardes (Tag) und Buenos Noches (Abend/Nacht) zu nutzen. Das Hola ist angebracht, wenn man die Person nochmals trifft. Ein freundliches Lächeln dabei (was einem nichts kostet) und der freundliche Dominikaner wird noch freundlicher. Einfach mal versuchen, ich hatte gute Erfahrungen gemacht! Jetzt komme ich zu einem Thema das ich des öfteren mit Urlaubern diskutiert hatte. Nicht nur, dass viele im Hotel an die Bar gingen und mit einem mehr oder weniger freundlichen Befehlston ein Bier bestellten. Sie kamen an und riefen: “Bier”, nein nicht “ein Bier”, nicht “Bier bitte” nein nur “Bier”! Die Angestellten bringen es freundlich mit einem Lächeln, aber man sollte sich doch mal das “Bitte” angewöhnen oder noch besser ein “por favor” über die Lippen zu bringen. Ich glaube, jeder wird nach ein zwei Tagen auch mal sagen können “una cerveza por favor” oder auch “una Presidente por favor”. Das Personal wird bei solchen Worten, besonders wenn hinterher noch ein “gracias” über die Lippen kommt noch ein wenig freundlicher und tut es uns weh, wenn wir uns wirklich wie Gäste benehmen? Wenn man in die Stadt geht, dann wird man ständig angesprochen, ob man dies oder das kaufen möchte. Natürlich kann man das als lästig empfinden. Dann sollte man aber bedenken, dass das der Lebensunterhalt der Menschen ist. Sie leben von dem wenigen was sie verkaufen, denn das sind die sogenannten Krumen, die der All Inclusiv Tourismus ihnen übrig lässt. Also erniedrigt die Menschen dann nicht mit Verachtung wenn sie ein oder zweimal fragen. Es gibt da elegantere und besonders freundlichere Lösungen. Wenn man angesprochen wird ein freundliches “no gracias” (nein danke) wobei man nie den Zeigefinger gen Boden richtet und hin und her bewegt (nie Zeigefinger erheben). In der Regel ist das Thema dann erledigt. Sollte der Verkäufer dann nachhaken, dann sollte man ebenso freundlich “hoy no, mañana si” (Heute nicht, Morgen ja) sagen. Der Dominikaner lächelt und geht. Er weiß wie es gemeint ist: Heute nicht, Morgen ja, aber wenn es Morgen ist, dann sagt man ja wieder heute! *g* So hat man die Situation mit dem Charm der Dominikaner gerettet, denn er wendet sich dann ab, ohne sein Gesicht verloren zu haben. Versucht es mal!

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