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Dominikan. Dorf

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Noch in Gedanken bei der Laguna Gri Gri, bogen wir nach einigen Kilometern links ab. An einer „Reifenwerkstatt“ vorbei ging es dann über einen unbefestigten Weg bis wir das Meer erreichten. Unter Palmen fanden dort ein kleines dominikanisches Dorf mit zwei Kirchen. Mitten im Dorf hielt Robinson an und Utz bat uns auszusteigen. Natürlich war das ein geplanter Stop, denn sehr überrascht waren die Menschen dort nicht. Eigentlich entstand nur unter den Kindern eine Aufregung, denn in Minutenschnelle waren ca. 30 Kinder dort versammelt wo wir uns aufhielten. Zuerst wurden wir in eine dominikanische Küche geführt. Auf dem Herd köchelten Krebse vor sich hin. Man musste den Tierschutzgedanken etwas verdrängen, denn was wir sahen entsprach nicht unseren Vorstellungen. Die Krebse lagen im Wasser,, das langsam erhitzt wurde, so bewegten sie sich noch, was mich etwas erschaudern ließ. Daher verließ ich schnellstens die Küche.

Dann wurden wir in das Wohnzimmer geführt. Dort stand das in fast allen Wohnungen übliche Holzregal, welches mit zwei Fernsehern bestückt war. Einer, der auf Strom lief und einer, der bei Stromausfall (kommt oft vor) von einer Autobatterie gespeist wurde. Ansonsten standen auf dem Regal viele Pozellanfiguren. Da die Bevölkerung überwiegend katholisch ist, findet man in den Wohnungen auch regelmäßig religiöse Bilder und Figuren. Die Sitzgarnitur im Wohnzimmer war karibisch Bunt und komplett mit Plastik überzogen. Utz erklärte, dass der Plastiküberzug entfernt werden durfte, wenn die Sitzgarnitur bezahlt ist. Eines fiel mir immer wieder auf, auch wenn die Hütten noch so ärmlich aussahen und mit einfachsten Materialien gebaut sind, es war immer sauber und (auch während der Fahrt) man sah ständig Frauen beim Schmutzfegen.

Die Hauseigentümerin besaß auch einen kleinen Laden. Dort gab es alles was man zum täglichen Bedarf benötigte. Faszinierend war es die Menschen dort einkaufen zu sehen.

Es wurde nur das gekauft, was gerade benötigt wurde. Tomatenmark wurde aus einer großen Dose in kleine Schalen umgefüllt. Reis wurde aus einem großen Sack in Schüsseln umgefüllt. Zigaretten wurden einzeln aus der Schachtel verkauft. Selbst Zahnpasta (Colgate ist beliebt) wurde bedarfsorientiert gekauft. Da sie sehr teuer ist, wird die Zahnbürste mit in das Geschäft genommen und für 1-2 Peso Zahnpasta draufgegeben. Die Zähne wurden dann auf dem Nachhauseweg geputzt. Wir kauften im Geschäft einige Lutscher für die Kinder, worauf diese natürlich warteten. Vor dem Geschäft war dann der Teufel los. Einige waren ganz clever, da sie den Lutscher unter dem T-Shirt verschwinden ließen und sofort nach einem weiteren griffen. Dann stand da eine junge Mutter mit ihrem Kind. Ihr gab ich dann die mitgebrachten Lunchpakete worüber sie dann überglücklich war. Der ganze Stop war eigentlich sehr interessant für uns, denn Utz gab auch viele Hintergrundinformationen über das Leben im Dorf.

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