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Jeep Safari

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Für den Montag hatten wir den ersten Ausflug geplant. Es stand eine Jeep-Safari auf dem Programm. Diese hatten wir bei Univers Tour´s in Cabarete gebucht. Manche bezahlten über 50 US $, wobei wir mit 25 US $ den günstigsten Fahrpreis hatten. Wir wurden Montags um 08:00 Uhr mit dem Jeep vom Hotel abgeholt und nachdem dann der Fahrpreis bezahlt wurde, ging es ab. Wir fuhren einige Aussichtspunkte ab und nach etlichen Kilometern bog der Jeep von der Landstraße aus links ab.

Dort stiegen dann auch zwei Führer (ich sagte immer: unsere Pfadfinder) zu.  Wir fuhren einige 100 Meter durch Zuckerrohrplantagen, bis wir zu einem Parkplatz ankamen, wo dann zuerst mal Endstation war. Jetzt gab es auch den ersten Cuba-Libre. Dann ging es durch etliche Wasserläufe zu dem Wasserfall.  Dieser bestand aus 28 Kaskaden und einige konnten erklettert werden, wobei der Spaßfaktor die Rückkehr war. Durch Rutschen und Springen konnte man dann die einzelnen Kaskaden bei der Rücktour überwinden. Eine erfrischende Sache, wobei das beste natürlich die Natur war. Urwaldähnliche Vegetation ließen die Tour zu einem echten Erlebnis werden.

Insgesamt war dieser Zwischenstop ein besonderes Erlebnis, denn noch nie waren wir so nahe an urwald- ähnlicher Vegetation. Wer hier die Augen offen hält, der bekommt was geboten. Nach Rückkehr zu unserem Jeep gab es dann die zweite “Dröhnung”, uns wurde Brugal, verdünnt mit Cola angeboten. Ein kleines Mädchen verkaufte  Erdnüsse, die in einer Karamellmasse zu Platten verarbeitet wurden, welche sehr zu empfehlen sind. Die werden von den Einheimischen selber hergestellt und dann verkauft um etwas Geld zu verdienen. Oft werden diese Platten auch mit Mandeln hergestellt. Beide Arten schmecken sehr gut, sind aber auch sehr süß.

Dann ging es weiter, an der ältesten Zuckerfabrik Puerto Plata´s  vorbei zu einem Dorf, wo nur Haitianer wohnen. Hier wurde ein Fotostop gemacht, jedoch habe ich  mir ein Foto erspart, denn ich hatte das Gefühl, hier wurden die Menschen vorgeführt wie im Zoo. Unterwegs liefen immer Kinder hinter uns her und riefen „Mintas“. Ich habe da nachgehakt und ich musste mit Bedauern feststellen, dass die Kinder nach Bonbons fragten. Mit Bedauern deshalb, weil ich keine dabei hatte. Das sollte mir aber nie mehr passieren. Dann kamen wir an einer dominikanischen Schule vorbei, die geschlossen war, denn es waren Ferien.

Dann ging es schon zu einem gemeinsamen Mittagessen. Es gab zum Glück dominikanisches Essen mit Reis, Huhn, Bohnen etc. und es hat uns sehr gut geschmeckt. Dazu bestellte ich mir natürlich ein eiskaltes Presidente. Zu unserem Mateó hatte ich natürlich inzwischen einen guten Draht. Er sprach perfekt Deutsch und so konnten wir die ganze Zeit unsere Witze reißen. Die besonders guten übersetzte er seinem Fahrer, der sich dann immer vor Lachen kugelte. Erzählte ich schon, dass es auch immer mal Cuba-Libre gab….

Nach dem Essen ging es zum angeblich größten Bullen der DR. Als wir den sehr sauberen Stall betraten, stand unser Bulle dort. Dann fiel mir das wahnsinnige Gehänge den Bullen auf, was mich dazu bewegte, Mateó den Witz von dem Bullen mit dem gleichen Gehänge zu erzählen, wo der Junge zur Mama sagte: „Kuck mal Mami, der Bulle ist sicher sehr krank!“ Nach einer kurzen Überlegung entgegnete Mama: „Ach Quatsch, wäre Dein Papa mal so gesund wie der Bulle!“ An einer Straße hielten wir an. Dort wurden Specksteine gefertigt und verkauft. Mateó erklärte die Fertigung und alle standen gelangweilt herum. Ich begab mich mal zu den „Künstlern“ und ließ mir einige Rohlinge und halbfertige Teile Zeigen, worauf die Dominikaner lächelnd und freundlich ihre Specksteine zeigten. Dann kaufte ich noch drei Figuren, die hier nur 100 Peso kosteten. Die Reaktion meiner Mitfahrer verärgerte mich ein wenig, denn mir wurde dann gesagt: „Gut dass sie gekauft haben, dann dürfen wir ja jetzt fahren!“ (??????)

Dann hielt der Truck in einem Dominikanischen Dorf an. Dort liefen Schweine, Rinder, Esel und andere Tiere frei rum. Bevor es besichtigt werden konnte, gab es was zu trinken. Ich erwähnte doch schon, dass es auch Cuba-Libre gab….

Ehe ich mich versah, wurde mir dann eine Boa Hispaniola um den Hals gelegt. Es handelt sich dabei um die einzige Würgeschlange der DR. Der Papagei, der auch für Fotomöglichkeiten da war, wurde natürlich von den Kindern umlagert. Dann ging es in eine einfache Hütte, wo die Luft von Kaffee durchflutet war. Mateó erklärte die Kaffeeproduktion und es gab einen, mit Rohrzucker stark gesüßten Kaffee, den ich jedem empfehlen kann.

Dann wurden Kaffeeproben verkauft (10 Peso) wodurch die Frau sich etwas den Unterhalt aufbesserte. Ich kaufte einige Päckchen und was die anderen kauften………..

Nachdem wir dann noch einen Souvenirladen besuchten, ging es dann zurück zum Hotel. Es war ein gelungener Tag und wir haben einiges gesehen, auch wenn man uns mit Sicherheit ausgesuchte Ecken vorgeführt hatte. Übrigens, erwähnte ich schon, dass auf dem Jeep immer genug Cuba-Libre zur Verfügung stand……Wer in die DR fliegt, der sollte die Jeep Safari mal Mitmachen. Überdenkt aber, ob es wirklich so schwer ist (trotz AI) mal ein paar Pesos im Land zu lassen. Bucht eure Ausflüge möglichst preiswert und lasst von dem Ersparten was im Land, ihr helft einem kleinen Teil der Bevölkerung damit.

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