«

»

Artikel drucken

Ankunft

ankunft-dominikanische-republik-reisen

Bild 1 von 30


Vier km von Puerto Plata liegt Playa Dorada. Dort befinden sich wichtige touristische Komplexe, Strandanlagen und Tennis-Clubs, der von Robert Trent Jones entworfene Golfplatz mit 18 Löchern, Einkaufszentrum und erstklassige Restaurants, alles in einer dem Vergnügen geweihten Umgebung. Nur einige Minuten vom internationalen Flughafen von Puerto Plata entfernt, ist Playa Dorada eines der beliebtesten Reiseziele. Eines der Hotels ist: das Occidental Grand Playa Dorada

Ankunft im Hotel Playa Dorada am 01. August 2001

Vom Flughafen aus ging es dann endlich zum Hotel. Wir fuhren über die Hauptstraße Sosúa/Puerto Plata. Links und rechts lagen riesige Zuckerrohrfelder. Leider konnte ich nicht ständig die Umwelt bewundern, denn die “Konzentration” wurde ständig durch Hupen “gestört”. Hier galt scheinbar nicht das Gesetz des Stärkeren, sondern das der lautesten Hupe. Manchmal musste ich die Augen verschließen, denn es wurde überholt, wo es eigentlich nicht gehen durfte. Irgendwie bekamen die Dominikaner das aber immer wieder geregelt. Das erinnerte mich an die Worte, das es in der Dominikanischen Republik nur eine Regel gibt und die heißt: “Es gibt keine Regel!” Dies wurde mir in den nächsten 2 Wochen immer wieder bestätigt.

Endlich an unserem Hotel, das Occidental Playa Dorada, angekommen war ich wirklich positiv überrascht. Schon der Eingangsbereich sah sehr einladend aus. Ein kleiner, in weiß gekleideter, mit Tropenhelm ausgestatteter Dominikaner stand im Portalbereich. Die Koffer wurden im Eingangsbereich abgestellt und uns wurde zugesagt, dass sie dort sicher sind, da sie von dem eben genannten Dominikaner bewacht werden. Somit begaben wir uns zur Rezeption. Es herrschte ein großer Andrang, denn über 90 Urlauber checkten an dem Tag ein. Trotzdem herrschte hier keine Hektik, denn die drei Mitarbeiter der Rezeption erledigten alles mit einem Lächeln, was dann scheinbar ansteckend war. Alle Urlauber waren, entgegen früheren Erkenntnissen, sehr diszipliniert und selbst eine Verzögerung bei der Schlüsselausgabe wurde ohne zu murren akzeptiert.

Endlich war ich dran. Leider war auch mein Zimmer noch nicht fertig, aber das tangierte mich nur peripher, denn Stunde Wartezeit bekam ich schon um. Vorab bekam ich aber noch meinen Wegbegleiter für die nächsten zwei Wochen, mein Plastikbändchen.

Ich begab mich mit meiner Familie auf Entdeckungstour durch das Hotel. Das erste was mir auffiel, war die großzügig gestaltete Halle mit den gemütlichen Korbmöbeln. Alles erinnerte an die englische Kolonialzeit. Die Halle war zu beiden Seiten offen, so konnte man vom Eingang direkt zum Pool/Strand durchsehen. Die Dachaufbauten waren alle in Holz gestaltet, so dass eine urige Gemütlichkeit aufkam.

Hotel Lobby

Von der Halle konnte man mehrere Restaurants erreichen. Der eigentliche Speisesaal und drei á la Carté-Restaurants, wobei es sich um ein mexikanisches Restaurant, ein Steakrestaurant und um eine Pizzeria handelte. Des weiteren gab es einige kleine Läden, wo man das eine oder andere nützliche oder unnützliche kaufen konnte.

Am Ende der Halle war dann die Bar Mar Azul. Dort musste ich dann sofort stehen bleiben, denn ich las etwas, was mich direkt magnetisch anzog. Auf einem Zapfhahn stand in großen Buchstaben: PRESIDENTE. Eh Leute, ich war am Ziel meiner Wünsche, denn es gab endlich das kühle Nass, wovon alle schrieben und ich immer nur träumen konnte. Mit einem Lächeln kamen mir die Worte: “una Presidente por favor!” über meine Lippen, die dann auch sofort von der phantastisch schmeckenden Hopfenkaltschale benetzt wurden. Ich kann mich nicht daran erinnern ein besseres Bier getrunken zu haben. Natürlich bekam meine Familie auch etwas zu trinken, aber das nahm ich schon gar nicht mehr wahr, denn ich brauchte direkt noch ein weiteres Bier. So war die erste Durst gelöscht. Nachdem wir dann alles erforscht hatten, war auch schon die Stunde vorbei und wir begaben uns zur Rezeption.

Wieder lächelnd wurde uns der Schlüssel überreicht und der Weg zu unserem Zimmer erklärt. Jetzt noch schnell die Koffer geholt und dann ab aufs Zimmer auspacken, damit wir noch was von dem Tag haben. Gerade wollte ich mir die Koffer nehmen, da sprach mich jemand von hinten mit einem harschen Stop an. Jetzt habe ich alle Eigentumsrechte an meinen Koffern verloren, dachte ich und drehte mich um. Ich gehöre mit 1,95 mtr. Nicht gerade zu den kleinwüchsigen, aber bei dem was da vor mir stand kam ich mir wie ein Pygmäe vor. Ein Dominikaner mit fast 2,10 mtr. Grinste mich an. Wenn er keine Ohren gehabt hätte, dann würde er glatt im Kreis grinsen. Freundlich befragte er mich nach der Zimmernummer. Dann schickte er mich aufs Zimmer wie ein Kind, das gerade nicht brav gewesen ist. Da ich meinem “Riesenbaby” nicht wiedersprechen wollte, gehorchte ich aufs Wort.

Der Weg zu dem Haus 6 führte an der zweiten Poollandschaft vorbei. Wir vielen schon auf mit unserer blassen Hautfarbe. Alle die dort lagen wussten spätestens jetzt, dass die Frischfleischlieferung da ist. Dann betraten wir das Haus 6. Der Flur war komplett offen gestaltet es flogen sogar Vögel durch den Flur.

Das uns zugewiesene Zimmer überraschte uns sehr, denn es war sehr geräumig und mit sehr großen und gemütlichen Betten versehen. Alles war Pikobello sauber. Das Badezimmer war zweckmäßig eingerichtet, es fehlte also an nichts. Als wir uns kurz hinlegten, konnten wir uns dann auch zuwinken. Lange konnten wir nicht ausruhen, denn es klopfte. Als ich die Türe öffnete, dachte ich nur, können Koffer klopfen, denn zwei unserer drei Koffer standen vor der Türe, ansonsten war keiner zu sehen. Wir nahmen die Koffer mit rein und es dauerte nicht lange, da klopfte es wieder. Ich öffnete die Tür und da stand unser dritter Koffer. Nur diesmal hing unser Dominikaner mit daran. Er bestand darauf, den Koffer hineintragen zu dürfen. Ein kurzes Bücken und beide (Koffer und sein Anhängsel) standen bei uns im Zimmer. Ich hatte natürlich Verständnis dafür, denn der Sinn der Aktion war einfach zu durchschauen, es ist doch einfacher im Zimmer einige Dollars die Hand wechseln zu lassen.

Jeder kann sich vorstellen, dass wir dann nach dem Auspacken nur noch eine Kleinigkeit aßen, um dann erschöpft in´s Bett zu fallen. Die Zeitumstellung von 6 Stunden machte sich am frühen Morgen bemerkbar. Von 3 Uhr am Morgen konnte ich nicht mehr richtig schlafen. Um 5 Uhr 30 begab ich mich dann mit meiner Digi-Cam bewaffnet an den Strand, wo ich dann sehr schöne Fotos schießen konnte.

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.dominikanische-republik2001.de/reiseberichte/reise_hotel/dr_hotel-b.htm