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Cofresi

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Das zweite Treffen mit Charly sollte in Cofresi stattfinden. Nur diesmal sollten wir auch nicht alleine bleiben, denn wie im Forum schon lange verabredet, wollte BoBo mit seiner Familie die 100 Km von La Vega anreisen. Gegen 09:30 Uhr machten wir uns von unserem Hotel aus auf um uns nach Cofresi zu begeben. Vor dem Hotel stehen Taxen, die aber in US $ bezahlt werden wollten und das nicht zu knapp. Für eine Fahrt nach Cofresi verlangten die ohne rot zu werden 13 US $. Ich wollte doch mal antesten ob da was zu machen sei. Ich zeigte Interesse und schon biss ein Taxifahrer an, der mich nach dem Ziel fragte. Ich gab natürlich das Ziel Cofresi Bar Kapitän Cook an wo er dann 13 US $ forderte (liegt hinter Costambar). Ein wenig handeln half zuerst nicht. Erst als ich Anstalten machte zur Hauptstraße zu gehen und die Bemerkung losließ: „dann nehmen wir halt ein GuaGua“, da rief er mich zurück und stellte mir die Frage was ich zu zahlen bereit wäre. Mehr als 150 Pesos war ich nicht bereit zu zahlen. Ein Versuch mich auf 170 Pesos Hochzuhandeln scheiterte, denn bevor ich mich wieder auf den Weg machen konnte kam dann das OK. Eine 15-Minuten dauernde Fahrt und dann bog der Taxifahrer rechts ab. An einer neu zu errichtenden Hotelanlage vorbei ging es bergab, wo einige nette Restaurants und Bars lagen. Genau vor dem gewünschten Ziel hielt das Taxi und wir stiegen aus. Das erste was uns auffiel war eine hellgrüne Passola, da wussten wir, Charly ist pünktlich.

Wir betraten die gemütliche mit Palmwedeln eingedeckte Bar und standen sofort Charly gegenüber. Jetzt war die Begrüßung etwas herzlicher, denn der erste Kontakt war ja schon mal geschaffen. Wir bestellten Cola für meinen Andre und meine Lieblingsfrau, Charly und ich gönnten uns ein eiskaltes Presidente (das ich inzwischen auf meine Hauptnahrungsmittelliste gesetzt hatte *g*). So warteten wir gespannt auf die nächste Begegnung der unbekannten Art. Einige wissen, dass ich mich mit BoBo schon mal im Forum gefetzt hatte, daher war ich gespannt was mich erwartete. Ist es ein Spinner, ein Großmaul, oder, oder…Nach ca. 15 Minuten, ich befand mich mit Charly im intensiven Gespräch, da hatte ich das Gefühl ich werde beobachtet. Ich drehte mich um und hinter mir stand einer, der ganz sympathisch aussah. Ich stellte nur die Frage: „BoBo?“ und schon kam die Gegenfrage: „Arno?“. Da war natürlich alles klar. Wir gingen in den kleinen Biergarten hinter der Bar, denn wir hatten sicher viel zu erzählen. Inzwischen stellte uns BoBo seine Familie vor. Ich muss sagen, er hatte eine sehr nette Familie. Auch die kleine, das „Opfer“ deutscher Zollbeamte war dabei. Sie begaben sich aber wieder an den Strand und mein Sohn Andre und meine Lieblingsfrau gingen mit. Sie machten dann ihren eigenen Familientag. Eine Zeitlang ließ ich Charly und BoBo etwas fachsimpeln und ich sah nur dem Treiben am Strand zu. Es war ja Sonntag und dominikanischer Familientag. Der Strand war somit mit Dominikanern überfüllt. Autos standen am Rand des Strandes, hatten den Kofferraum auf und aus dem Inneren hörte (nicht zu überhören) man Merengue und Bachata. Kinderbetten wurden mitgebracht und die Kinder schliefen im Schatten der Palmen. Die Dominikaner standen im Meer und hatten ihre Getränke (Cuba-Libre etc.) in Händen. Dabei wurden einige Neuigkeiten ausgetauscht. Irgendwo wurde gegrillt. Überall sah man nur fröhliche Menschen. Es war einfach ein buntes Treiben das mir die Zeit nie Langweilig werden ließ.

Ich empfehle jedem mal so einen Familiensonntag der Dominikaner zu beobachten. Es ist eine Freude zuzuschauen. Es werden alle Familienmitglieder angefahren, dabei sind es überwiegend drei Generationen. Das ist noch Familie. Den Rest des Tages unterhielt ich mich mit Charly und BoBo. Zum Schluss kamen unsere Familienmitglieder hinzu und wir bildeten eine illustre Runde. Leider musste BoBo schon bald abreisen, denn die 100 Km waren nicht in einer Stunde zu schaffen, da musste man 2-3 Stunden für einplanen. Beim Abschied sagte ich BoBo, dass ich sehr angenehm überrascht war. Charly und BoBo sind beide (auch BoBo´s Familie) sehr angenehme und nette Zeitgenossen.

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