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Los Haitises

Er ist attraktiv, vielseitig und bietet auf 1.500 km² eine große Vielfalt an Tieren und Pflanzen: die Rede ist von Los Haitises, einem der beliebtesten und wohl berühmteste Nationalpark der Dominikanischen Republik und zeitgleich einer der schönsten Flecken auf der ganze Insel. Doch was erwartet die Besucher?

los haitises © Wikipedia  /  Anton Bielousovjpeg

Der Nationalpark, der nur über das Wasser zu erreichen ist, ist eine der Hauptattraktionen, die die DomRep zu bieten hat. Der im Nordosten des Landes bei der Halbinsel Samana gelegene Nationalpark wurde Mitte 1976 eingerichtet und ist seither ein wahrer Besuchermagnet. Das Gelände ist topografisch sehr interessant, abwechslungsreich und beheimatet eine faszinierende Vielfalt an Pflanzen und Tieren, das es einem wahrhaftig die Sprache verschlägt.

Traumhafte und abwechslungsreiche Landschaft erleben

Die Landschaft im Parque Nacional Los Haitises ist geprägt von vielen Hügeln, die zwischen 200 bis 385 Meter hoch sind. Es gibt tropische Regenwälder, viele kleine Süßwasserflüsse sowie Mangrovensümpfe bzw. -wälder, glasklare Lagunen, mysteriöse Tropfsteinhöhlen und auch wunderschöne Korallenlandschaften. Kurzum: Natur pur, die jeden Besucher verzaubern wird.

los haitises mangrovenwald © Wikipedia / Rolf Thum

Der Nationalpark ist insbesondere für seine beeindruckenden Mangrovwälder bekannt, in denen Mahagonibäume, Kapokbäume und amerikanische Zedern, aus denen man einst die duftenden Zigarrenkisten fertigte, wachsen.

Los Haitises als tierisches Paradies

In der gesamten Karibik werden Sie nur wenige Orte finden, die eine solch große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen zu bieten hat, sind doch in Los Haitises über 700 verschiedene Pflanzen und Blumen sowie rund 110 Vogelarten, der insgesamt 270 Arten der DomRep, beheimatet. Zu den hier lebenden und zu beobachtenden Vögeln gehören vor allem die Braunen Pelikane, die scharenweise in den Sumpfgebieten nisten, die zimtfarbenen Blatthühnchen, Gelbstirn-Jassanas mit ihren gelbgrünen Schwingen, die weißen Rosen-Seeschwalben und die Pracht-Fregattvögel, die leicht an ihrem leuchtend rot-schwarzen Gefieder zu erkennen sind. Zudem gibt es in diesem traumhaften Nationalpark Fledermäuse, Seeschildkröten, Boas sowie die sehr seltene Dominikanische Hutia, eine Baumratte, und den Schlitzrüssler.

Ein weiteres Highlight und besonders für Historiker sehr interessant, sind die frühgeschichtlichen Höhlen- und Felszeichnungen, die noch vom Volk der Taino, den indianischen Ureinwohner, stammen und die im Rahmen von abenteuerlichen „Caving Touren“, beispielsweise in die Cueva de las Linias, erkundet werden können. Daneben werden Sie in manchen Höhlen auch riesige Flerdermauskolonien vorfinden.

Tipps für Ihren Besuch im Nationalpark Los Haitises

Den Nationalpark können Sie nur mit geführten Touren besichtigen, wobei ein Großteil des Parks für Touristen nicht zugänglich ist. Besucher haben dabei verschiedene Optionen, kann man doch zwischen Wanderungen durch das Landesinnere, Touren mit Geländefahrzeugen oder speziellen Höhlenbesichtigungen wählen. Es gibt verschiedene Ausgangspunkte für die Überfahrt nach Los Haitises, wobei die meisten Touren in Sabana de la Mar starten, wo zudem ein Besucherzentrum eingerichtet wurde. Alternativ können Sie Los Haitises auch von Sanchez oder Samana aus erreichen, wo ebenfalls Motorboote die Besucher zum Nationalpark bringen.

Tipp: Festes Schuhwerk gehört bei einem Rundgang im Nationlpark zur absoluten Pflichtausrüstung.

Wenn Sie sich nach dem beeindruckenden Naturerlebnis ein gepflegtes Sonnenbad in traumhafter Lage gönnen wollen, sollten Sie sich an den endlos langen Palmenstrände der Samana Halbinsel niederlassen. Ein echtes Paradies für Sonnenanbeter.

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