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José del C. Ramirez

Es handelt sich um ein einheitliches Gebiet von 1.530 km², aber mitten durch das Reservat verläuft eine Provinzgrenze. Auf den Nationalpark Jose del Carmen Ramirez entfallen rund 750 km², die restliche Fläche bildet der nordöstlich gelegene Nationalpark Armando Bermudez. In dem Doppelpark ragen die höchsten Berge der Antillen auf: Pico Duarte (3.087 m), La Pelona (3.087 m), La Rusilla (3.038 m) und Pico Yaque (2.760 m), sodass hier besonders Trekking- und Wanderfreunde voll auf ihre Kosten kommen werden. Dabei stellen die verschiedenen Formen von Flora und Fauna auf den unterschiedlichen Höhenlagen eine besonders reizvolle Umgebung dar.

jose del carmen ramirez © Flickr/Sosuaonline.net

Der im Zentrum der Dominikanischen Republik gelegene Nationalpark wurde 1958 gegründet und befindet sich im südlichen Teil des Gebirgsmassivs Cordillera Central. Besucher erreichen den traumhaften Park am besten aus den Ortschaften Jarabacao, Guanito, San Juan de la Maguana, Los Frios oder Los Rodriguez. Obwohl der Parque Nacional José del Carmen Ramírez zu den bezauberndsten Nationalparks des gesamten Landes zählt, ist er touristisch noch nicht so stark überlaufen. Vor allem DomRep-Urlauber, die die beeindruckende Natur in Ruhe näher kennenlernen und genießen wollen, werden diesen Park in ihr Herz schließen. Doch was gibt es alles zu sehen und erleben?

Faszinierende Flora und Fauna bestaunen

In diesem Nationalpark werden geführte Expeditionen durch die tropischen Regenwälder und Bergwelt angeboten, bei denen Sie einige exotische Urwaldbewohner entdecken werden. Vor allem die freilebenden Papageien, die in großer Anzahl anzutreffen sind, erfreuen das Herz eines jeden Besuchers, wobei aber auch diverse andere Vogelarten wie Weißhalsraben, Kanarienvögel, Sittiche, Mauersegler, Nachtigallen, Guaraguao-Falken, Feldhühner, Spechte, Raben oder Turteltauben hier beheimatet sind. Aber auch das Cimarron-Wildschwein oder die Hutia-Konga Baumratten fühlen sich in diesem Nationalpark pudelwohl.

Abgesehen von der abwechslungsreichen Tierwelt dürfen Sie sich auf eine unglaubliche Naturlandschaft geprägt von Pinienwäldern und vereinzelt auch Nebelwäldern mit Farnenbäumen freuen. Bestaunen Sie die vielen karibischen Pinien und Sadebäume, während Sie dem Rauschen der drei im Nationalpark entspringenden Flüsse (Yaque del Sur, Mijo, San Juan), die eine malerisches und idyllisches Naturbild garantieren, lauschen.

Ebenfalls eine sehr interessante Sehenswürdigkeit in Jose del Carmen Ramirez sind die wertvollen und präkolumbianischen Wandmalereien, die Sie im Tetero-Tal finden werden.

wanderung regenwald © Flickr/MATENSE.NET

Wandern und Klettern im Nationalpark Jose del Carmen Ramirez

Ein weiteres Highlight für Besucher des Nationalparks stellt eine mehrtägige Wander- und Trekkingtour auf den Pico Duarte dar. Zum Gipfel des Berges führen gut ausgeschilderte Wege, wobei man den Aufstieg am besten mit einem Führer und Träger absolvieren sollte. Bei diesem Abenteuer werden Sie durch feuchte Regenwälder bis hoch in die alpine Landschaft aufsteigen, wo auch tagsüber niedrige Temperaturen herrschen. Vor allem im Winter pendelt sich das Thermometer um den Gefrierpunkt ein. Generell sind die Temperaturen im Nationalpark Jose del Carmen Ramirez im Vergleich zu den sonnenverwöhnten und warmen Küstenabschnitten eher kühl und liegen zwischen 11 bis 18 Grad, was man unbedingt bei der Auswahl der Kleidung beachten sollte.

Touristen, die gerne wandern, finden im Nationalpark aber noch weitere Angebote von spezialisierten Tour-Anbietern, die kürzere und mittellange Wanderungen in die Berge des Gebirgsmassiv des Cordillera Central umfassen. Dabei werden Sie eine abwechslungsreiche Landschaft mit Flüssen, Wasserfällen, Seen und Höhlen entdecken.

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