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Mietwagen

Die internationalen Mietwagen-Verleiher haben auch die Urlaubsgebiete der Dominikanischen Republik erreicht. An den Flughäfen kann der Reisende bequem vom Flugzeug ins Mietauto umsteigen. Die Buchung kann per Internet erfolgen, die Wochenpreise beginnen etwa bei 300 Euro für einen Mittelklassewagen inklusive Vollkasko-Versicherung. Eine Kreditkarte, ein Mindestalter von 21 (manchmal 25) Jahren sowie zwei Jahre Führerscheinbesitz sind Voraussetzung. Ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich.

Ob man tatsächlich einen Mietwagen buchen sollte, ist eine ganz andere Frage. Wer sich nicht zutraut, die Herausforderungen des dominikanischen Verkehrs zu bewältigen, sollte besser auf geführte Bustouren oder die vielfältigen öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen.

Die Überlandstraßen sind in der Regel in gutem Zustand. Landeskenner warnen allerdings vor Fahrten in Santo Domingo sowie generell vor Nachtfahrten. Straßenbeleuchtungen sind oft nicht vorhanden, auch manche Autos fahren unbeleuchtet. Größte Vorsicht ist daher geboten. Da viele Nebenstraßen in der Dominikanischen Republik unbefestigt und reich an Schlaglöchern sind, kann sich ein Geländewagen lohnen.

Verkehrsregeln

Die Verkehrsregeln entsprechen im Wesentlichen den deutschen Bestimmungen. Allerdings sollte sich der Autofahrer nicht darauf verlassen, dass diese Regeln von allen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Das gilt auch für rote Ampeln. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt wesentlich niedriger als in Deutschland:

  • innerhalb geschlossener Ortschaften 40 Stundenkilometer
  • auf Landstraßen 60 Stundenkilometer
  • auf Autobahnen (autopistas) 80 Stundenkilometer

Obwohl die meisten Einheimischen kaum auf das strenge Tempolimit achten, ist angesichts der Polizeikontrollen eine langsame Fahrweise ratsam. Bei Kontrollen ist die Bezahlung von Bestechungsgeldern üblich. Die Promillegrenze im Land liegt bei 0,25.

Was passiert bei einem Unfall?

Zwar besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, aber nicht alle Einheimischen halten sich daran. Daher ist ein hoher Anteil der Fahrzeuge auf den Straßen der DomRep nicht versichert. Um wenigstens das Risiko für den Mietwagen gering zu halten, empfiehlt sich der Abschluss eines Vertrages ohne Selbstbeteiligung.

Die Polizei nach Berichten von Urlaubern nur zu Unfällen mit schweren Sachschäden oder Personenschäden. Daher ist eine Schadensabwicklung sehr kompliziert. Möglicherweise wird der Unfallwagen von der Polizei beschlagnahmt. Im Extremfall kann ein Ausländer sogar von der Polizei festgehalten werden, bis der Vorgang geklärt wurde. Wer also ein Auto mietet, sollte ein seriöses, internationales Unternehmen auswählen, von Deutschland buchen, die Verträge vor Ort trotzdem genau studieren und vor allem vorsichtig fahren. Auch eine Kontrolle des Mietwagens auf vorhandene Schäden VOR der Buchung ist sehr sinnvoll, um Betrugsversuche zu vermeiden.

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