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Literatur

Kurzbeschreibung:

Als Urania Cabral nach langen New Yorker Exiljahren nach Santo Domingo zurückkehrt, auf die Insel, die sie nie wieder betreten wollte, findet sie ihren Vater stumm und im Rollstuhl vor. Der einstige Senatspräsident und Günstling des Diktators blickt sie auf ihre schweren Vorwürfe nur starr an, und Urania bleibt allein mit ihren Erinnerungen an die Zeit der Willkür – und an ein ungeheuerliches Geschehen. Mit ihr kehren wir zurück ins Jahr 1961, als die dominikanische Hauptstadt noch Ciudad Trujillo heißt. Dort herrscht ein Mann, der nie schwitzt, mit absoluter Macht über drei Millionen Untertanen, nackte Gewalt ausübend, wo sie ihm nutzt, Charme und intellektuelle Überlegenheit ausspielend, wo er die Gebildeten und die Oberschicht ins Kalkül zieht. Uranias Vater ist da nur eine Schachfigur im perfiden Spiel des Diktators. Während der »Große Wohltäter«, der fast das ganze Land in seinen persönlichen Besitz gebracht hat, Militär, Kirche, amerikanische Botschaft im Schach zu halten vermeint, sind seine Attentäter längst unterwegs – ohne ihrerseits zu ahnen, daß in ihrem Rücken ein machiavellistischer Machtwechsel im Gange ist. Im eisigen Zentrum von Vargas Llosas Roman steht die nur allzu reale Gestalt des General Leónidas Trujillo, genannt »Der Ziegenbock«. Doch der Blick des Schriftstellers dringt unter die historische Haut, macht uns zu Zeitgenossen, zu Mitwissern. Den Verschwörern mit ihrer brennenden Begierde, ihren Demütiger zu beseitigen, den intelligenten Politschranzen und den Opfern gibt der Erzähler seine eindringliche Stimme. Und er schürzt den dramatischen Knoten so gekonnt, daß diese Psychographie der Macht und ihrer Verheerungen wie ein Thriller zu lesen ist.

Autorenporträt:
Mario Vargas Llosa, 1936 in Arequipa/Peru geboren, lebt heute überwiegend in London. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1996.

Kurzbeschreibung:

“Im Dezember 1960 wurden drei Schwestern, die im Untergrund tätig waren, auf der Heimfahrt auf einer einsamen Gebirgsstraße im Norden der Dominikanischen Republik ermordet. Sie hatten ihre inhaftierten Männer besucht, die man tückischerweise in ein abgelegenes Gefängnis verlegt hatte, um die jungen Frauen zu zwingen, die gefährliche Reise auf sich zu nehmen. Nur die vierte Schwester, die nicht mitgefahren war, blieb verschont. Ich war noch ein junges Mädchen, als ich von dem ‘Unfall’ hörte, und seitdem gingen mir die Schwestern Mirabal nicht mehr aus dem Sinn. Ich machte mich daran, ihre Geschichte aufzuschreiben”, sagt Julia Alvarez, die die Dominikanische Republik kurz vor der Ermordung des Diktators Trujillo mit ihren Eltern verlassen mußte.

Autorenportrait:
Julia Alvarez, geboren 1950, kam als Zehnjährige mit ihren Eltern aus der Dominikanischen Republik in die USA. sie lehrte viele Jahre Literatur am Middlebury College in Vermont, wo sie auch heute lebt; inzwischen widmet sie sich ganz dem Schreiben und – zusammen mit ihrem Mann – einer Öko-Kaffeefarm in Alta Gracia.

 

Inhaltsverzeichnis:

Avenida Las Americas
Das Huhn
Die Kunst, Bananen zu kaufen
“Irgenwie haben sie alle ihre Macken…” – Briefe einer jungen Dominikanerin
“Man kann nicht mit ihnen und nicht ohne sie…” – Auszüge aus einem Tagebuch eines Deutschen in Santo Domingo
Wenn es regnet, geht das Licht aus
Unerwünschte Gäste – Erlebnisse mit der Tierwelt
Hähnchen mit Ananasmarmelade – Die kulinarische Odyssee eines Gourmets
Hunde
“Billete, billete!”
Straßenpolizei – Fünf Theaterszenen
Nochmals Hunde
“Soviel hat noch keiner verloren…” – Klage eines Landarbeiters auf dem Nachhauseweg vom Hahnenkampfplatz
“Das macht mich zwar nicht arm…” – Klage eines reichen Autohändlers nach einer langen Nacht
Santo Cerro bei La Vega
Voodoo-Zauber – Eine haitianische Voodoo-Show im Club Haitiano, Santo Domingo, Dominikanische Republik
“Alles hat seine Grenzen…” – oder die verflixten Zollbestimmungen
Felíz Navidad! Wie man unter Palmen Weihnachten feiert
Francis Drake hat keine Enkel
El Paraíso – der Traum wird Wirklichkeit

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