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Geschichte

ca. 200 vor Chr.:

Siboney bewohnten als Jäger und Sammler die Insel

ca. 200 nach Chr.:

Die höher entwickelten Taino, die Ackerbau und Töpferei betrieben, verdrängten die Siboney.

Bis 1492:

Kriegerische Kariben mit ihren schnellen Booten machten den Tainos das Leben schwer.

1492:

Christoph Kolumbus (ital. Cristoforo Colombo / span. Cristobal Colón) sucht mit den Schiffen Niña, Pinta und Santa Maria einen westlichen Seeweg nach Indien und stößt dabei am 12. Oktober 1492 zufällig auf eine Insel, die er Hispañiola nennt. Dieses Datum gilt als Entdeckungsdatum Amerikas.

Im Dezember versank die Santa Maria vor der Nordküste Hispañiolas.

05.12.1492:

An diesem Tag betrat Christoph Kolumbus und seine Mannschaft als erste Europäer die Insel. Sie wurde Hispañola (Klein-Spanien) genannt. Die erste Siedlung gründete er im heutigen Haiti mit dem Namen “La Navidad”.

1493:

Kolumbus begann am 16. Januar 1493 die Rückreise nach Spanien. Er übernahm die Befehlsgewalt über die Niña und ließ aus Platzmangel 38 Besatzungsmitglieder zurück. Diese wurden in dem notdürftig, aus Trümmern des Schiffes Santa Maria, erbauten Fort “La Navidad” untergebracht. Nach einem glanzvollen Empfang in Spanien durch den spanischen König, wurde umgehend eine neue Flotte ausgeschickt.

06.01.1494:

Als Kolumbus wieder zurückkehrte, war das Fort niedergebrannt und alle zurückgelassenen tot. Kolumbus gründete eine neue Siedlung und erbaut weiter östlich La Isabela.

1496:

Ein Seemann bekam mit Gouverneur Diego Colón Streit und flüchtete Richtung Süden. Als er die Küste erreichte berichteten Indianer von Goldfunden. Er kehrte zurück und berichtete Colón davon, der dann am genannten Ort eine Siedlung erbauen ließ. Der Ort (die heutige Hauptstadt) Santo Domingo war damit gegründet.

1502:

Kolumbus fiel bei der spanischen Krone in Ungnade und er wurde in einer Festung am Rio Ozama inhaftiert. Neuer Gouverneur wurde Nicoás de Ovando. Unter seiner Regentschaft führte man das sog. “Encomieda-System” ein, dass die indianische Zwangsarbeit vorsah.

1509:

Neuer Gouverneur wurde Diego Kolumbus. Die in den Goldminen schwer arbeitenden Indianer starben reihenweise an den Strapazen der ungewohnten Arbeit.

1519 – 1535:

1519 erobert der spanische Abenteuerer Hernán Cortés das Aztekenreich Mexico und 1535 unterwirft Pizarro das Inkareich Peru. Bei beiden Ereignissen fielen den Spaniern Unmengen von Gold- und Silberschätzen in die Hände. Das Goldfieber war entflammt.

16. Jahrhundert:

Durch die Ereignisse in Mexico und Peru wurde die Insel Hispañiola von den Spaniern stiefmütterlich behandelt. Santo Domingo verlor die Stellung als Stützpunkt und versank in eine Art Dornröschenschlaf.

Keiner wollte sich unter der karibischen Sonne als Farmer auf den Feldern plagen, wo doch das nahe Amerika mit angeblichen Reichtümern lockte. Es gab dann doch einige, die die Farmen weiter führten, aber nicht selber arbeiten wollten. Daher benötigten sie Sklaven, wobei sie dazu die Tainos unterwarfen. Durch die schwere Arbeit und die brutale Behandlung dezimierten sich diese Arbeitskräfte von ca. 1 Mio. (1492) auf 14.000 (1517). Dann holte man sich den Ersatz aus Afrika. Die Sklaven waren widerstandfähiger und verrichteten die Arbeiten besser.

1697:

Nach Streitereien zwischen Spaniern und Franzosen wird im Friedensvertrag von Rijswijk die Teilung Hispaniolas festgelegt. Der Westteil (heutiges Haiti) fällt endgültig an Frankreich.

1777:

Da ständig Streitereien zwischen Spanien und Frankreich stattfinden, kommt es im spanischen Aranjuez zu einem erneuten Abkommen mit endgültiger Grenzziehung.

1790:

Im französischen Teil leben 50.000 Weiße, 100.000 Mulatten und 500.000 Sklaven, was letzendlich zu Unruhen führt. Daher wird zunächst den Mulatten ein Stimmrecht in der Abgeordnetenkammer zugesprochen.

1791:

Es findet ein landesweiter Sklavenaufstand statt, wobei die Plantagen geplündert werden.

1794:

Im französischen Teil wird die Sklaverei offiziell abgeschafft.

1804:

Der französische Teil Hispaniolas erklärte die Unabhängigkeit und rief den Staat Haiti aus.

1821:

Am 4. November Unabhängigkeitserklärung des spanischen Inselteils von der iberischen Kolonialmacht durch Núñez de Cáceres und gleichzeitiger Beitritt zur Konföderation von Simón Bolívar.

1822:

Der Präsident Haitis (Boyer) nutz Unruhen aus und besetzte Santo Domingo.

1844:

Francisco Sánchez, Pablo Duarte und Ramón Mella erklärten am 27. Februar -nachdem nach 22-jähriger Besatzung die Haitianer vertrieben wurden- die Unabhängigkeit der República Dominicana.

1861:

Nachdem die Lage sich nicht stabilisierte, bat Präsident Santana Spanien um Hilfe.

1865:

Nach blutigen Kämpfen gab Spanien am 11. Juli endgültig seine ehemalige Kolonie auf.

1903:

Da das Land nicht zur Ruhe kommt, intervenieren die USA.

1905:

Die USA übernehmen die Zoll- und die gesamte Finanzkontrolle.

1916:

US-Truppen marschieren ein und besetzen das gesamte Land.

1924:

Die Amerikaner ziehen sich zurück und verlassen die Insel.

1930:

General Rafael Trujillo gelangt duch Wahlen an die Macht und regiert als Diktator.

1960:

Joaquín Balaguer wird im August offiziell zum Staatspräsidenten ernannt.

1961:

Im Mai wird Rafael Trujillo ermordet.

1962:

Nachdem Balaguer freiwillig zurücktrat gab es Neuwahlen, bei denen Juan Bosch zum Staatspräsidenten gewählt wird.

1963:

Ein Triumvirat übernimmt die Staatsgewalt, nachdem Bosch durch das Militär gestürzt wurde.

1965:

Die USA intervenieren nach Unruhen erneut und beenden durch ihren Einmarsch den Bürgerkriegsähnlichen Zustand.

1966:

Balaguer wird zum Präsidenten gewählt.

1970:

Balaguer wird wiedergewählt.

1974:

Balaguer wird zum dritten mal gewählt.

1975:

Ein Putschversuch durch Guerillatruppen gegen Balaguer scheiterte.

1978:

Antonio Guzmán wird zum Präsidenten gewählt.

1982:

Salvador Jorge Blanco wird zum Präsidenten gewählt.

1984:

Unruhen brechen aus, als die Regierung einen drastischen Sparkurs durchsetzt. Dabei werden ca. 50 Menschen getötet.

1985:

Durch die Verschärfung der Lage kommt es zum Generalstreik.

1986:

Balaguer kommt wieder -nach einem blutigem Wahlkampf- an die Macht.

1987:

Bei einem erneuten Generalstreik ging es um die Erhöhung der Mindestlöhne.

1988:

Nach einer verschärfung der Politischen Lage wurden die Lebensmittelpreise erhöht, wonach es zu Unruhen kommt

1989:

Nach weiteren Preissteigerungen kommt es zu gewalttätigen Protesten und einem 48-Stündigen Generalstreik.

1990:

Balaguer gewinnt zum fünften mal die Wahl und wird wieder -mit dünnem Vorsprung- zum Präsident. Da man von Manipulation sprach, kommt es zu blutigen auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

1991:

Im Juni ergeht der Erlass, dass alle Haitianer unter 16 und über 60 Jahren nach Haiti zurückgeführt werden sollen, wobei die Opposition wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage von einem Ablenkungsmanöver spricht. Der ehemalige Präsident Blanco (82-86) wird wegen Korruption zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

1994:

Der erblindete und inzwischen 87-jährige Balaguer gewinnt erneut mit denkbar knappem Vorsprung die Wahl gegen Peña Gómez. Da die Opposition offen von Manipulation und die Wahl nicht anerkennen will, wird erneut ausgezählt. Die Nachzählung ergab einen Vorsprung von ca. 20.000 Stimmen für Balaguer. Man einigte sich danach auf einen Kompromiss. Balaguer durfte für zwei Jahre regieren, wonach dann Neuwahlen stattfinden sollen, bei denen er nicht mehr antreten soll.

1996:

Durch Stichwahl wird Leonel Fernández vor Peña Gómez zum neuen Präsidenten gewählt.

1999:

Ein jahr vor der Wahl geht der Wahlkampf los. Diverse Politiker streiten um die Gunst der Wähler und auch Balaguer will wieder mitmischen.

2000:

Am 16. August wurde Hipólito Mejia zum Präsidenten gewählt.

2001:

Im August ergab eine Umfrage, dass 49 Prozent der Bürger Hipólito eine schlechte Note für seine Arbeit gaben. Ein gut bis sehr gut gaben 27 Prozent und ein normal erhielt der Präsident von 23 Prozent den Bevölkerung.

2004:

Neuwahlen stehen an. Der Kandidat mit den besten Chancen ist Leonel Fernández, der 1996 – 2000 bereits Präsident war.

Am 16. Mai 2004 wurde wie erwartet Leonel Fernández (PLD) mit einem Wahlergebnis von 57,11% gewählt. Hipólito Mejía (PRD) -weit abgeschlagen- erreichte am Ende der Auszählungen 33,65%, Eduardo Estrella (PRSC) kam auf 8,65 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 71,98%

 

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