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Betteln

In der Dominikanischen Republik gibt es viele arme Menschen, die durch Betteln ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das liegt nicht daran, dass die Menschen faul wären, sondern weil zu wenig Arbeit vorhanden ist. Dazu trägt natürlich auch der All-Inclusive-Turismus bei. Jetzt muss kein AI-Tourist ein schlechtes Gewissen bekommen, denn jeder soll seinen Urlaub nach seinen Vorstellungen verbringen. Wenn aber jeder einen bis zwei Ausflüge mit ortsansässigen Unternehmen bucht (nicht im Hotel buchen) und auch mal ab und an die Hotelanlage verlässt, dann der eine oder andere Peso im Land bleiben, was den Menschen im Endeffekt hilft.

Für die Touristen ist aber nicht zu erkennen, ob eine Person wirklich bedürftig ist, da auch andere diese „Mitleidstour“ ausnützen. Es werden sogar Kinder auf die Straße geschickt, die dann unter Umständen mehr Geld mit nach Hause bringen als der Familienvater bzw. der Ernährer der Familie. Oft werden dann die Kinder nicht mehr zur Schule geschickt, weil das Betteln einträglicher ist. Kaum einer denkt daran, was mit den Kindern werden soll, wenn sie größer sind und nicht mehr das Geld mit nach Hause bringen.

Wie man sich verhält, ist natürlich die Sache jedes Einzelnen. Aber man sollte den Menschen nie überheblich gegenübertreten, denn wer arm ist, der soll nicht noch gedemütigt werden, auch wenn das Betteln manchmal nervt.

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